Informationen zur Bahnstrecke

Die durch Waldhessen führende Hersfelder Kreisbahn, von Bad Hersfeld nach Heimboldshausen, hatte bis August 1999 eine Streckenlänge von ca. 26 km und war das Bindeglied zwischen dem Fulda- und dem Werratal. Das heute knapp 11 km lange Reststück führt vom Bahnhof Schenklengsfeld aus über die Haltestelle Wehrhausen (höchster Punkt der Strecke mit 356,7 m ü. NN) zum Bahnhof Ransbach und von dort aus zum Bahnhof Heimboldshausen, wobei unterwegs der Grubenanschluss des Schacht Hera passiert wird. Die Baumaßnahmen begannen im Jahr 1910 und endeten nach 2 Jahren im Jahr 1912. Am 26. September 1912 wurde die Strecke eingeweiht. Neben dem normalen Personen- und Güterverkehr fanden auch nicht für die Strecke vorgesehene Transporte von Kali-Zügen statt, wobei zu DDR-Zeiten die Hersfelder Kreisbahn die einzige Transportmöglichkeit dieser Züge über bundesdeutsches Gebiet war. Dies zog eine Sanierung des heute noch bestehenden Streckenabschnittes Ende der 80er Jahre nach sich. Durch die Grenzöffnung wurden die Kali-Züge wieder über die Werratalbahn (Bahnstrecke Gerstungen-Vacha) transportiert. Der reine Personenverkehr trug sich ohne den Güterverkehr nicht mehr. Dadurch wurde der Personenverkehr am 30. und der Güterverkehr der HEG, von Bad Hersfeld nach Heimboldshausen und umgekehrt, am 31. Dezember 1993 offiziell eingestellt. Am 11. September 2009 haben wir die Bahnstrecke und Gebäude von der Hersfelder Eisenbahngesellschaft / Hessischen Landesbahn käuflich erworben. Ab 2010 soll ein Museumsbahnbetrieb auf der Strecke stattfinden.

 

Video Sonderfahrt 2004 (Größe 25 MB)

 

Schenklengsfeld

Im Lokschuppen befindet sich der Stellplatz der Fahrzeuge. Dort finden auch die Restaurations- und Instandsetzungsarbeiten statt. Er verfügt unter Anderem über 2 Wartzungsgruben. Im Betriebswerk befinden sich darüber hinaus eine Reihe von Rangier- und Abstellgleisen.

Wehrshausen

Etwa 700m entfernt von Wehrshausen befindet sich der ehemaligen Haltepunkt. Ab hier läuft die Strecke stetig abwärts. Beim Museumbetrieb soll am Haltepunkt bei Bedarf gestoppt werden.

Ransbach

Nach Kreuzung der alten Kreisstraße nach Ransbach führt die Strecke am Rande des Ortes entlang zum Bahnhof. Hier soll es an den Betriebstagen einen fahrplanmässigen Zwischenhalt geben. Das dortige Bahnhofsgebäude sowie der Bahnsteig werden vom Verein Dorfkulturbahnhof Ransbach e.V. unterhalten.

Heimboldshausen

In Heimboldshausen befindet sich der einzige technisch gesicherte Bahnübergang der Strecke. Die anderen 14 Bahnübergänge werden mit Pfeifsignalen und gegebenenfalls mit Posten gesichert. Heimboldshausen ist der End- und Wendepunkt unserer Strecke. Von hier aus möchten wir am Wochenende auch den Radfahrern des Fernradweges die Möglichkeit bieten, mit unserem Zug mitzufahren und sich die beschwerliche Steigungsstrecke bis Schenklengsfeld zu sparen.